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So tragen Sie sich in die Handwerksrolle ein

Nur Handwerksbetriebe, die sich in die Handwerksrolle eintragen bzw. bei der Handwerkskammer registrieren lassen, sind dazu berechtigt, ein Handwerk selbständig auszuüben. Erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie zum Mitgliedsbetrieb werden und von unserem Unternehmensservice profitieren können.

Handwerksordnung

Die Handwerksordnung (HwO) regelt, welche Berufe zum Handwerk gehören.





Die Ausübung eines Handwerks erfordert die Eintragung

  1. in die Handwerksrolle, wenn ein zulassungspflichtiges Handwerk ausgeübt wird

  2. in das Verzeichnis der Inhaber eines Betriebes eines zulassungsfreien Handwerks

  3. in das Verzeichnis der Inhaber eines Betriebes eines handwerksähnlichen Gewerbes








Zulassungspflichtiges Handwerk
(Anlage A)

Die Selbständigkeit in einem zulassungspflichtigen Handwerk ist Ihnen nur möglich, wenn Sie in der Handwerksrolle eingetragen sind. Die Eintragung ist abhängig von Ihrer Qualifikation. In der Regel handelt es sich dabei um einen Meisterbrief.

Erfüllen Sie selbst nicht die Qualifikation, können Sie einen Betriebsleiter einstellen, der die technisch-fachliche Leitung übernimmt und über den Meisterbrief oder einen gleichwertigen Abschluss verfügt.

  Liste Berufe Anlage A





Zulassungsfreies Handwerk und handwerksähnliches Gewerbe
(Anlage B1 & B2)

In den zulassungsfreien Handwerken und den handwerksähnlichen Gewerben können Sie sich ohne weitere Zulassungsvoraussetzungen selbständig machen.

Sie müssen uns allerdings Ihre selbständige Tätigkeit umgehend melden. Nachdem Sie den Antrag eingereicht haben, werden Sie in eines der oben genannten Verzeichnisse eingetragen.

 Liste Berufe Anlage B1 & B2







Antrag ausfüllen und Unterlagen einreichen

Antrag ausfüllen
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Hinweis

Das Verfahren gilt ebenso für zulassungsfreie Handwerke und handwerksähnliche Gewerbe.

Es ist unabhängig vom Qualifikationsnachweis.



In 3 Schritten zur Eintragung

1. Antrag herunterladen

Um die Eintragung zu beantragen, füllen Sie den Eintragungsantrag aus und fügen Sie, soweit es sich um ein zulassungspflichtiges Handwerk handelt, eine Kopie Ihres Qualifikationsnachweises bei (z.B. Meisterbrief oder Ausnahmebewilligung).



2. Unterlagen einreichen

Abhängig von der Rechtsform Ihres Unternehmens sind verschiedene Unterlagen vorzulegen. Am Ende dieser Seite haben wir für Sie die Unterlagen aufgeführt.



3. Eintragung

Liegt uns der Antrag vor und sind alle Unterlagen vollständig, werden Sie in die Handwerksrolle bzw. in das Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke / der handwerksähnlichen Gewerbe eingetragen.

Mit der Eintragung erhalten Sie Ihre Handwerks- bzw. Gewerbekarte sowie eine Willkommensmappe mit allen notwendigen Informationen zu Ihrer Mitgliedschaft bei der Handwerkskammer Karlsruhe und sind dann zur rechtmäßigen Ausübung des jeweiligen Handwerks berechtigt.









Unterlagen, die Sie für die Eintragung benötigen

a) Einzelunternehmen

  • Eintragungsantrag
  • Qualifikationsnachweis

Wenn Sie als Inhaber keine Qualifikation zur Ausübung des Handwerks besitzen, sondern einen Betriebsleiter anstellen, benötigen Sie zusätzlich noch:

  • Betriebsleitererklärung
  • Qualifikationsnachweis des Betriebsleiters
  • Nachweis der Anmeldung zur Sozialversicherung
  • Arbeitsvertrag


b) Gesellschaft des bürgerlichen Rechts

  • Eintragungsantrag
  • Qualifikationsnachweis des jeweiligen Gesellschafters
  • Gesellschaftsvertrag

Wenn Sie als Gesellschafter keine Qualifikation zur Ausübung des Handwerks besitzen, sondern einen Betriebsleiter anstellen, benötigen Sie zusätzlich noch:

  • Betriebsleitererklärung
  • Qualifikationsnachweis des Betriebsleiters
  • Nachweis der Anmeldung zur Sozialversicherung
  • Arbeitsvertrag


c) GmbH, Unternehmensgesellschaft (UG)(haftungsbeschränkt), AG, OHG, KG, GmbH& Co.KG oder andere inländische und ausländische Gesellschaften

  • Eintragungsantrag
  • Qualifikationsnachweis des Betriebsleiters (kann auch Geschäftsführer sein)
  • Betriebsleitererklärung (bei angestelltem Betriebsleiter zzgl. Arbeitsvertrag und Sozialversicherungsnachweis, sowie Qualifikationsnachweis)
  • Handelsregisterauszug

In allen Fällen kann die Gewerbeanmeldung nachgereicht werden, wenn ein Eintragungsantrag bereits eingereicht wurde.





Alternative Eintragungsvoraussetzungen

Sollten Sie nicht über eine Meisterprüfung verfügen, finden Sie im Folgenden alternative Eintragungsvoraussetzungen.



Dipl.-Ingenieure und andere gleichwertige Prüfungen

Die Handwerksordnung sieht auch Bestimmungen vor, nach denen Sie oder Ihr Betriebsleiter als Diplom-Ingenieur oder Ingenieur oder mit einer der Meisterprüfung gleichwertigen deutschen staatlichen oder staatlich anerkannten Prüfung in die Handwerksrolle eingetragen werden können. Voraussetzung ist, dass der Studien- oder Schulschwerpunkt Ihrer Prüfung dem einzutragenden Handwerk entspricht.



Ausübungsberechtigung nach § 7b Handwerksordnung (Altgesellenregelung)

Wenn Sie einen Gesellenbrief im gewünschten Handwerk haben und eine Gesellentätigkeit von 6 Jahren und davon mindestens 4 Jahre in leitender Stellung nachweisen können, haben Sie die Möglichkeit, eine Ausübungsberechtigung nach § 7b zu beantragen. Dies gilt allerdings nicht für Schornsteinfeger und Gesundheitshandwerke.



Ausnahmebewilligung nach § 8 Handwerksordnung (HwO)

Eine Möglichkeit, einen Eintrag in der Handwerksrolle zu erlangen besteht darin, eine Ausnahmebewilligung zu beantragen. Hierfür muss neben der nachgewiesenen Sachkunde ein Ausnahmegrund vorliegen, d.h. das Ablegen einer Meisterprüfung stellt für Sie eine unzumutbare Belastung dar. Die Gründe können vielfältig sein, in der Regel wird ein Ausnahmegrund zum Beispiel dann angenommen, wenn ein Alter von ca. 47 Jahren erreicht wurde.



Ausnahmebewilligung nach § 9 Handwerksordnung

Wenn Sie Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der Europäischen Union (EU) oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder der Schweiz sind, können Sie über eine Ausnahmebewilligung nach § 9 HwO den Eintrag in die Handwerksrolle erreichen.

Voraussetzung ist, dass Sie in einem der oben genannten Staaten eine bestimmte Zeit als Selbständiger oder als Betriebsleiter in einem entsprechenden Handwerk gearbeitet haben. Alternativ haben Sie eine einschlägige fachliche Ausbildung im Ausland erfolgreich absolviert; auch dann können Sie einen Antrag stellen. Ausgenommen von der Anerkennung der Berufstätigkeit sind das Schornsteinfegerhandwerk und die Gesundheitshandwerke.