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Finden Sie einen Nachfolger für Ihr Unternehmen

Ob eine familieninterne Nachfolge ansteht, Mitarbeiter das Unternehmen fortführen oder zunächst geeignete Nachfolger gesucht werden sollen: Unsere Nachfolgemoderation begleitet Sie bei den einzelnen Stationen.





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Hinweis

Als einzige Handwerkskammer in Baden-Württemberg führen wir eine eigene Betriebsbörse, um schnell und regional auf bevorstehende Betriebsübergaben zu reagieren und entsprechende Anbieter oder Nachfrager für Sie ausfindig zu machen.





Angebote und Gesuche

Als Betriebsübergeber oder potentieller Übernehmer können Sie entweder unsere "Betriebsbörse online" nutzen oder den Erfassungsbogen mit Ihren individuellen Vorstellungen ausfüllen.

Selbstverständlich wird Ihr Inserat unter einer Chiffre-Nummer erfasst. Angebote und Gesuche erscheinen dann unter dem jeweiligen Gewerk.

 Hinweis

Wichtig ist, dass Sie einen Inseratstext bereits vorformulieren. Den Feinschliff vor der Veröffentlichung übernehmen wir für Sie.





5 Phasen der Nachfolge

Phase 1: Weichen stellen

Die Frage interne oder externe Nachfolge ist eine bedeutende Weichenstellung; nicht selten stellen die Aufrechterhaltung der Familienharmonie und die Notwendigkeit der langfristigen Unternehmenssicherung einen Zielkonflikt dar.

Die Einschaltung eines Beraters zum Zwecke der Objektivierung der eigenen Einschätzung kann in dieser Situation hilfreich sein.



Phase 2: Rechtliche Strukturen anpassen

Im nächsten Schritt sollten die erforderlichen rechtlichen Strukturen vorbereitet oder angepasst werden.

Darauf sollten Sie achten:

  • Regelungen des Gesellschaftsvertrages an die testamentarischen Verfügungen anpassen, da die gesellschaftsrechtlichen Regelungen stets vorgehen
  • unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen des Unternehmensübergangs in der Regel unterschiedliche steuerliche Konsequenzen nach sich ziehen. Dies gilt sowohl für die Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer als auch für mögliche ertragsteuerliche Belastungen.


Phase 3: Wirtschaftliche Vorbereitung

Die wirtschaftliche Vorbereitung dient dazu, das Unternehmen möglichst zum optimalen Zeitpunkt und damit zum bestmöglichen Wert zu übertragen. Sie ist insbesondere im Falle der externen Unternehmensnachfolge von großer Bedeutung.

Eine frühzeitige Ergebnissteuerung kann zur Wertsteigerung beitragen. In vielen Fällen ist es erforderlich, rechtzeitig vor der Unternehmensübertragung eine Vermögens- und Strukturbereinigung des Unternehmens durchzuführen.

In der Praxis zeigt sich, dass in vielen Fällen überhöhte Wertvorstellungen bestehen, so dass sinnvolle Unternehmensveräußerungen nicht zustande kommen und dann auf einen späteren, oft ungünstigeren Zeitpunkt, verschoben werden.



Phase 4: Nachfolgekandidat finden

Die Auswahlphase ist durch die Suche nach dem richtigen Nachfolger geprägt. Durch Einschaltung von Beratern, Kreditinstituten und Kammern sind geeignete Nachfolgekandidaten ausfindig zu machen und anzusprechen.

Berücksichtigt werden sollen auch mögliche Interessenten aus dem Kreis der Kunden, Lieferanten und Wettbewerber.

Es gilt den fachlich und persönlich geeigneten und mit Finanzierungsmöglichkeiten ausgestatteten Nachfolger auszuwählen.



Phase 5: Erfolgreich übergeben

Im Fall der externen Unternehmensnachfolge beginnt die Übergabephase üblicherweise mit der Durchführung einer sorgfältigen Überprüfung des zu übertragenden Unternehmens durch den vorgesehenen Übernehmer.

Danach sind die entsprechenden vertraglichen Regelungen umzusetzen. Hierbei ist die Frage, ob das Unternehmen als „Ganzes“ oder die einzelnen Vermögensgegenstände veräußert werden, für die steuerlichen Wirkungen beim Veräußerer und beim Erwerber, von großer Bedeutung.

Unabhängig ob Familiennachfolge oder externer Nachfolge, ist die Übergabe aber nicht nur ein rechtlicher Vorgang, sondern insbesondere mit der Übergabe der Führung und damit auch mit der Abgabe von Macht und Ansehen für den Übergeber verbunden.

Neben diesem psychologischen Aspekt ist auch die richtige Kommunikation ein wichtiger Erfolgsfaktor. Einzubeziehen sind externe Adressaten (Kunden, Lieferanten, Banken) sowie wie interne Adressaten (Arbeitnehmer).



DHZ-Artikel: So gelingt die Unternehmensnachfolge

Wer die eigenen Kinder für den Familienbetrieb begeistern will, sollte sich früh Gedanken machen – und nie Druck ausüben. Tipps, wie Betriebsinhaber die Unternehmensnachfolge erfolgreich gestalten können.

 Zum DHZ-Artikel

Titelbild Nachfolge
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Mit der Betriebsnachfolge kann man sich nicht früh genug auseinandersetzen. Schließlich sichert eine reibungslose Übernahme den Fortbestand des Unternehmens und die Arbeitsplätze langjähriger Mitarbeiter.

Andrea Winkler, Nachfolgemoderatorin







Logoleiste Nachfolge

Die Betriebsbörse sowie die "Moderation Unternehmensnachfolge" werden unterstützt durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.







Wertermittlung von Ausstattung, Gebäuden und Grundstücken

Titelbild Veranstaltungsreihe Betriebswirtschaft für Unternehmen
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Bei Übergaben oder Übernahmen von Betrieben stellt sich oft die Frage nach dem Zeitwert der vorhandenen Betriebsausstattung, Maschinen, Geräte, Werkzeuge und Einrichtungsgegenstände. Handwerksunternehmer, die ihren Betrieb an einen Nachfolger übergeben, verkaufen oder verpachten möchten, können sich zur Ermittlung des Wertes der Maschinen, Geräte, Anlangen und Betriebseinrichtungen an den technischen Berater wenden.

Ältere Betriebe möchten in vielen Fällen an Existenzgründer, Übernehmer ihr Betriebsgebäude vermieten bzw. mit Betriebsausstattung verpachten. Die Handwerkskammer Karlsruhe veröffentlicht zwar keinen Mietspiegel, ermittelt auf Wunsch aber gerne einen orts- und marktüblichen Miet- oder Pachtpreis, der als Gesprächsgrundlage dienen kann.



 Hinweis

Die Handwerkskammer bietet den Handwerksbetrieben an, Verkehrswerte für geschäftlich genutzte Grundstücke und Gebäude zu berechnen. Bei Bedarf können auch bestehende Gutachten erläutert, kommentiert und gegebenenfalls aktualisiert werden.

Die Wertermittlungen der Handwerkskammer werden in der Regel von den Finanzämtern anerkannt.