Titelbild Kosmetik Friseure
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Corona-Regeln: Was für Kosmetiker und Friseure gilt

Friseursalons, Kosmetikstudios und Fußpfleger dürfen öffnen, wenn es die Inzidenzzahlen zulassen. Lesen Sie hier, welche Vorgaben gelten.



 19. April: Corona-Verordnung verlängert

Das Land Baden-Württemberg hat die  Corona-Verordnung bis zum 16. Mai verlängert. Zusätzlich setzt die Landesregierung mit der Anpassung der Verordnung die von der Bundesregierung geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes bereits vor dessen Inkrafttreten um.



 Weitere Details finden Sie auf der Seite der Landesregierung. 



Dort können Sie auch den  aktuellen Inzidenzwert in Ihrem Landkreis nachschlagen.





Allgemeinverfügung der Städte und Landkreise

Die gültige Allgemeinverfügung wird bei dem zuständigen Stadt- oder Landkreis veröffentlicht.

 Stadt und Landkreis Karlsruhe
 Landkreis Rastatt
 Stadt Baden-Baden
 Stadt Pforzheim
 Enzkreis
 Landkreis Calw




Aktuelle Regelungen ab 19.04.2021

  • Ab einer Inzidenz über 100 an 3 aufeinanderfolgenden Tagen müssen Körpernahe Dienstleistungen schließen.

  • Medizinisch notwendige Behandlungen sind weiterhin erlaubt.

  • Friseurdienstleistungen dürfen angeboten werde, hier ist der Nachweis eines tagesaktuellen negativen COVID -19-Schnelltests, einer Impfdokumentation oder eines Nachweis einer bestätigten Infektion im Sinne des  § 4a der Corona-Veordnung erforderlich. Demnach ist ein Selbsttest nicht ausreichend.
    Informieren Sie sich daher in Ihrer Region, wo im Rahmen der kostenfreien Bürgertests Teststationen errichtet wurden.
    Eine Konkretisierung, wie der Nachweis zu dokumentieren ist, gibt es aktuell noch nicht, wir empfehlen eine nachvollziehbare Dokumentation.
    Bitte beachten Sie hierzu die Hinweise zur Dokumentation und Aufbewahrung von Kundendaten.

  • Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen oder einer FFP2-/KN95-/N95-Maskefür Kunden und Beschäftigte besteht weiterhin.

  • Die Notbremse tritt außer Kraft, wenn die Inzidenz an 5 aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegt. Lockerungen treten dann am übernächsten Tag in Kraft.


 Hinweis

Nach der Begründung zur Verordnung bedeutet tagesaktuell, dass er maximal 24 Stunden vor der Inanspruchnahme der Dienstleistung durchgeführt worden sein darf.





Dokumentation und Aufbewahrung von Kundendaten

Soweit aufgrund der  einschlägigen Corona-Verordnungsregelungen Kontaktdaten zu erheben sind, dürfen von den zur Datenerhebung Verpflichteten von Besuchern, Nutzern oder Teilnehmern

  • Vor- und Nachname,
  • Anschrift,
  • Datum und Zeitraum der Anwesenheit
  • soweit vorhanden: Telefonnummer erhoben und gespeichert werden.

Dies gilt nicht, wenn und soweit Daten bereits vorliegen. Die Daten müssen vier Wochen aufbewahrt und sollten dann gelöscht werden.



 

 Die Erhebung und Speicherung kann lt. § 6 CoronaVO Absatz 4 auch in einer für den zur Datenverarbeitung Verpflichteten nicht lesbaren Ende-zu-Ende-verschlüsselten Form nach dem Stand der Technik erfolgen, solange sichergestellt ist, dass das zuständige Gesundheitsamt die Daten im Falle einer Freigabe durch den zur Datenverarbeitung Verpflichteten im Wege einer gesicherten Übermittlung in einer für das Gesundheitsamt lesbaren Form erhält. Die Ende-zu-Ende-verschlüsselte Form muss die Übermittlung der Daten an das Gesundheitsamt für einen Zeitraum von vier Wochen ermöglichen. Soweit die Datenverarbeitung auf diese Weise erfolgt, gilt Absatz 2 mit der Maßgabe, dass der zur Datenverarbeitung Verpflichtete nur sicherstellen muss, dass die Anwesenheit jeder Person von der digitalen Anwendung erfasst und gespeichert wird, sofern die digitale Anwendung die Eingabe der in Absatz 1 genannten Datenarten verlangt. Wird eine Datenverarbeitung nach Satz 1 vorgesehen, ist alternativ eine analoge Erhebung von Kontaktdaten der betroffenen Person zu ermöglichen.



Wie die Datenerhebung datenschutzkonform umgesetzt werden kann, hat der ZDH in einem Merkblatt „Praxis Datenschutz“ erläutert und einen Mustererhebungsbogen zur Verfügung gestellt:

 ZDH – Praxis Datenschutz: Erhebung von Kundendaten in Friseursalons



Gemäß § 13a Absatz 1 Corona-Verordnung gilt in Baden-Württemberg für den sogenannten „Click & Meet“-Bereich im Einzelhandel:

 ZDH – Praxis Datenschutz: Datenschutz bei „Click and Meet“

 Muster zur Erhebung von Kundendaten bei Click and Meet (Stand: März 2021)



Es ist zu gewährleisten, dass unbefugte Dritte keine Kenntnis von den Daten erlangen. Die Daten sind auf Verlangen der zuständigen Behörde zu übermitteln, sofern dies zur Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen erforderlich ist. Eine anderweitige Verwendung ist unzulässig.

Die zur Datenerhebung Verpflichteten haben Personen, die die Erhebung ihrer Kontaktdaten verweigern, von dem Besuch oder der Nutzung der Einrichtung oder der Teilnahme an der Veranstaltung auszuschließen.

Gemäß § 14 Nr. 6 und 9 Corona-Verordnung gilt dies insbesondere für Dienstleister aus der Gesundheitsbranche wie Friseure, Kosmetiker und Fußpfleger sowie Einrichtungen des Gastgewerbes.