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Studie zur Digitalisierung

Aktueller Digitalisierungsstand in Handwerksbetrieben

04.11.2020

Mehr als 19.000 Betriebe zählt das Handwerk im Bezirk der Handwerkskammer Karlsruhe. Der Digitalisierungsstand in den Betrieben – die Anwendung und Umsetzung bei Arbeitsprozessen, im Vertrieb, in der Verwaltung oder im Kontakt zu den Kunden ist sehr unterschiedlich. Aus diesem Grund wurde für Baden-Württemberg im Rahmen der „Zukunftsinitiative Handwerk 2025“ eine breit angelegte Studie „Digitalisierungsbarometer für das Bau- und Ausbauhandwerk Baden-Württemberg“ durchgeführt. Das Digitalisierungsbarometer hat das Ziel, einen Überblick zu geben wie digital das Handwerk tatsächlich aufgestellt ist und an welchen Stellen die Betriebe unterstützt werden können und müssen.

Ein zentrales Ergebnis der Studie: Je größer ein Betrieb ist, desto höher ist auch der Digitalisierungsgrad. Der signifikante technologische Strukturwandel im Handwerk trifft die kleinen, familiengeführten Handwerksbetriebe, die mittelfristig vor einer Betriebsübergabe stehen oder die die notwendigen Investitionen in die Zukunft nicht mehr leisten können, besonders. Das bedeutet, dass gerade die kleinen Betriebe noch stärker bei der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen unterstützt und gefördert werden müssen. Die Handwerkskammer Karlsruhe tut dies beispielsweise über ihren Technologie- und Innovationsberater.

In die Studie wurden wegen der großen Anzahl der Betriebe zunächst Gewerke des Baus und Ausbaus einbezogen. Das umfassende Datenmaterial wurde unter verschiedensten Blickwinkeln nach Gewerken, Betriebsgrößen und Typologien analysiert und entsprechende Handlungsempfehlungen abgeleitet. Ein Ergebnis: Der Gesamtdigitalisierungsgrad der Gewerke ist mit 35 von 100 möglichen Punkten nicht zufriedenstellend. „Hier sind die Politik, aber auch die Kammern und Fachverbände in Zukunft gefordert, verstärkt Beratungen anzubieten sowie zusätzliche Impulse für die Digitalisierungsaktivitäten zu geben“, so Präsident Joachim Wohlfeil in einer ersten Bewertung.

 

Die Studie wurde im Rahmen der Zukunftsinitiative Handwerk 2025 vom Ministerium für Wirtschaft Arbeit und Wohnungsbau gefördert.

Sie findet sich unter: https://handwerk2025.de/digitalisierung/digitalisierungsbarometer

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