Titelbild Handwerk 2025

Strategie Handwerk 2025

Workshop Ressourceneffizienz in Unternehmen

22.07.2016

Das Handwerk in Baden-Württemberg hat gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau das Strategie- und Potenzialprojekt „Dialog und Perspektive Handwerk 2025“ initiiert. Im Rahmen des Projektes werden Chancen und Potentiale für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg im Zeithorizont der nächsten 10 Jahre näher beleuchtet. Das Projekt besteht aus drei Komponenten: Einer wissenschaftlichen Bestands- und Potentialanalyse, einer dialogorientierten Strategieentwicklung mit handwerklichen Unternehmen und schließlich daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen. Zwei wissenschaftliche Einrichtungen begleiten und moderieren das Projekt: Zum einen das Institut für Technik der Betriebsführung itb in Karlsruhe, zum anderen das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität (Ifh) Göttingen

 

Im Workshop der Handwerkskammer Karlsruhe, der in diesen Tagen mit Betrieben aus dem Kammerbezirk durchgeführt wurde, ging es um das Thema Ressourceneffizienz. Handwerkskammerpräsident Joachim Wohlfeil durfte neben den Betriebsinhabern Vertreter des itb Karlsruhe, des BWHT und des Ministeriums begrüßen. Den Einstieg in das Thema moderierte Dr.-Ing. Hannes Spieth, der Leiter der Landesagentur Umwelttechnik Baden-Württemberg. Er stellte Lösungsansätze zur Ressourcenoptimierung in den Betrieben vor: Neben der Reduzierung des Energie- und Materialverbrauchs durch energetische Maßnahmen oder Prozessoptimierungen ging es in der Erörterung auch um die Verwertung und Entsorgung von Materialien ein. Wie kann beispielsweise Abfallholz in der Produktion wieder verwertet oder wie muss ein Erdaushub entsorgt werden? Den Ideenprozess moderierte die Leiterin des itb, Prof. Dr. Birgit Ester. Deutlich wurde, dass gerade im lohnintensiven Handwerk auch die Ressource „Mensch“ einen wichtigen Part darstellt. Für das Gelingen – auch von technologischen Prozessen- sind sie die ersten Ansprechpartner, die zu begeistern sind. Ein wichtiges Ergebnis war deshalb, dass auch kleine und mittelständische Betriebe gut beraten sind, mit einer ganzheitlichen Unternehmensphilosophie auf den zukünftigen Märkten zu agieren, um damit gut auf externe und interne Veränderungen eingehen zu können.

 

Eine klare Forderung ging aus der Runde auch an die Handwerksorganisationen und ihre Fachverbände. Von ihnen wird Pionierarbeit in den komplexen Handlungsfeldern erwartet, es gelte Netzwerke zu bilden und den fachlichen Austausch der Unternehmen zu unterstützen. Aber auch die Politik stand auf dem Prüfstand: Kritisiert wurde die zunehmende Bürokratie und der Zeit- und Kostenaufwand, der für kleine und mittelständische Unternehmen mit der Umsetzung der Vorgaben verbunden ist.

Bei Rückfragen:

Alexander Fenzl
Leiter Geschäftsbereich Öffentlichkeitsarbeit

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