Gemeinsame Pressemitteilung Wirtschaft fordert stärkere Einbindung in Strategieprozess „Karlsruhe 2040“

Breite Verbändeallianz aus Gewerbe, Handwerk, Handel, Gastronomie und Gewerkschaften spricht sich für eine deutlich stärkere und institutionalisierte Beteiligung der Wirtschaft am Stadtentwicklungskonzept „Karlsruhe 2040“ der Stadt Karlsruhe aus.

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Die Verbändeallianz betont die Bedeutung einer frühzeitigen und kontinuierlichen Einbindung wirtschaftlicher Akteure für das Gelingen des Stadtentwicklungskonzepts „Karlsruhe 2040“. Die Expertise von Unternehmen, Beschäftigten, Verbänden und Institutionen sei von großer Bedeutung, um die wirtschaftlichen Auswirkungen geplanter Maßnahmen frühzeitig zu bewerten und Impulse für Innovation, Wachstum und Beschäftigung zu liefern.

„Der Strategieprozess bietet die große Chance, die Zukunft Karlsruhes ganzheitlich und nachhaltig zu gestalten. Ein integriertes Stadtentwicklungskonzept kann jedoch nur gelingen, wenn wirtschaftliche Realitäten systematisch mitgedacht und die Perspektive der Wirtschaft als tragende Säule unserer Stadtgesellschaft noch stärker einbezogen wird“, erklärt Frank Roth, Präsident der IHK Karlsruhe. Die Stadt Karlsruhe hatte vor kurzem die Ergebnisse der im März 2026 durchgeführten Stakeholder-Werkstätten veröffentlicht.



Kritik an bisheriger Beteiligung der Wirtschaft

Aus Sicht der Mitglieder des Bündnisses sei die wirtschaftliche Perspektive im bisherigen Verlauf des Prozesses nicht ausreichend berücksichtigt worden. „Eine strukturierte Einbindung der vielfältigen wirtschaftlichen Struktur Karlsruhes ist unabdingbar, um die Qualität, Realisierbarkeit und langfristige Tragfähigkeit der erarbeiteten Strategien sicherzustellen“, betont Walter Bantleon, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Karlsruhe.



Wirtschaftsbeirat als zentrales Beteiligungsformat

Das Bündnis regt daher an, den Themenkomplex Wirtschaft als eigenständiges Fokusthema im Prozess zu verankern. Zudem schlagen sie die Einrichtung eines Wirtschaftsbeirats vor. Dieser soll Unternehmen, Verbände, Beschäftigtenvertretungen und weitere wirtschaftliche Akteure dauerhaft in den Strategieprozess einbinden. „Ein Wirtschaftsbeirat kann helfen, die Auswirkungen geplanter Maßnahmen frühzeitig einzuschätzen und gleichzeitig neue Impulse für Innovation, Wachstum und Beschäftigung zu geben“, erklärt Swen Rubel, Geschäftsführer des Handelsverbands Nordbaden. Denn: die Expertise von Unternehmen, Beschäftigten, Verbänden und Institutionen ist von großer Bedeutung, um die wirtschaftlichen Auswirkungen geplanter Maßnahmen frühzeitig zu bewerten und Impulse für Innovation, Wachstum und Beschäftigung zu liefern.



Arbeitsplätze und soziale Verantwortung im Fokus

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund sieht in einer stärkeren Einbindung der wirtschaftlichen Perspektive einen großen Mehrwert. „Nachhaltige Stadtentwicklung bedeutet nicht nur Klimaschutz und Infrastruktur, sondern auch sichere Arbeitsplätze und gute Arbeitsbedingungen. Die Perspektive der Beschäftigten gehört deshalb fest an den Tisch“, betont Dieter Bürk, Vorsitzender des DGB-Stadtverbands Karlsruhe.



Gastronomie fordert stärkere Einbindung

Das Gaststätten- und Hotelgewerbe verweist mit Blick auf den Strategieprozess auf die Bedeutung lebendiger Innenstädte und attraktiver Aufenthaltsräume: „Gastronomie schafft Begegnung, Lebensqualität und wirtschaftliche Dynamik. Unsere Branche sollte deshalb aktiv in die strategische Entwicklung der Stadt eingebunden werden“, so Dr. Michael Kant, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Karlsruhe des DEHOGA Baden-Württemberg e.V.

Auch das Handwerk fordert eine stärkere Präsenz im weiteren Verfahren. „Das Handwerk steht für regionale Wertschöpfung, Ausbildung und Beschäftigung. Wer die Zukunft der Stadt plant, muss die praktischen Erfahrungen und Herausforderungen unserer Betriebe frühzeitig einbeziehen“, so Peter Imhof, Geschäftsführer der Kreishandwerkschaft Region Karlsruhe.



Gemeinsames Ziel: Nachhaltige und starke Stadtentwicklung

Die Initiatoren verstehen ihr Anliegen ausdrücklich als konstruktiven Beitrag zur Weiterentwicklung des laufenden Prozesses. Ziel sei eine nachhaltige Stadtentwicklung, die wirtschaftliche Stärke, soziale Verantwortung und ökologische Transformation gleichermaßen berücksichtigt. Gleichzeitig signalisieren die Unterzeichner ihre Bereitschaft, sich aktiv in die Ausgestaltung geeigneter Beteiligungsformate einzubringen und den Dialog mit der Stadtspitze fortzuführen.

Die Verwaltung der Stadt Karlsruhe erarbeitet aktuell ein integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für Karlsruhe mit dem Zeithorizont 2040. Das neue ISEK mit dem Titel „Karlsruhe 2040“ soll einen Orientierungs- und Handlungsrahmen für die Entwicklung der Stadt Karlsruhe darstellen. Bis Sommer 2027 soll das ISEK Karlsruhe 2040 fertiggestellt werden.

Diese Pressemitteilung wurde von der IHK Karlsruhe verfasst. 



Ansprechpartner

Benedikt Koziol

Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung - Leitung

Tel. 0721 1600-160

koziol--at--hwk-karlsruhe.de

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