Gründungszentrum für das HandwerkBaufortschritt im Gewerkshaus

Mit dem Gewerkshaus entstehen acht erschwingliche Mieteinheiten für junge handwerkliche Unternehmen. Somit erhält nach Kreativ- und Technologiebranche auch das Handwerk ein eigenes Gründungszentrum. 

Monika Müller-Gmelin, Stadt Karlsruhe

Auf dem ehemaligen Michelin Areal entstehen im Gewerkshaus acht Einheiten zur handwerklichen Nutzung. Somit soll die Gründungsszene im Handwerk und im kleinen produzierenden Gewerbe gestärkt werden. 



Kooperation aus Stadt, Handwerk und Handelskammer

Ein solches Gründungszentrum ist seit 2019 im Gespräch. Denn: Räume für Kreativ- und technologiebasierte Start-ups gibt es in Karlsruhe bereits. Ein Zentrum für junge Unternehmen aus dem Handwerk hingegen fehlte. Dies entsteht nun im Rahmen des Gewerkshauses aus einer Kooperation zwischen der Stadt, der IHK, HWK und der Kreishandwerkerschaft Karlsruhe.



Erschwingliche Mietpreise und attraktive Räumlichkeiten

Die Einheiten sind zwsichen 50 und 130m² groß und verfügen über Starkstrom, Rolltore, Wasser, Heizung, Lüftung, hohe Decken, hohe Bodentragkraft sowie 5G-Internet. Das Michelin Areal ist gut an den Rheinhafen, das Straßennetz sowie den ÖPNV angebunden. Die Mietlaufzeit beträgt fünf Jahre und kann um zwei weitere Jahre verlängert werden. Die Grundmiete für den Quadratmeter beträgt im ersten Betriebsjahr 9 Euro zzgl. Mehrwertsteuer und Nebenkosten. 



Kriterien für Mieterinnen und Mieter

Wer hier eine Einheit mieten möchte, muss einige Kriterien beachten: So muss das Gewerk im Haupterwerb angemeldet sein. Der Unternehmenssitz muss sich in Karlsruhe befinden, und das Unternehmen darf nicht älter als drei Jahre alt sein. Außerdem müssen ein tragfähiges Geschäftsmodell sowie eine Umsatzsteuerpflicht bzw. freiwillige Optierung vorliegen. 



Gewerkshaus als Netzwerk

Das Gewerkshaus soll nicht nur bloße Nutzfläche sein, sondern auch fachliche Beratung und ein stabiles Netzwerk bieten. Dies können die Kooperationspartner durch Entwicklungs- und Beratungsgespräche sowie als Schnittstelle zwischen Mietern, Partnern und Verwaltung leisten. 

Die Einheiten werden per Bewerbungsverfahren vergeben und sollen schon ab August 2026 bezugsfertig sein.



Weitere Infos zum Gewerkshaus gibt es  hier.