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Technologietransfer

Startschuss für bundesweites Modellprojekt

15.07.2016

Karlsruhe geht neue Wege und das überaus erfolgreich. Die Stadt Karlsruhe arbeitet zukünftig im Bereich Technologietransfer eng mit der Handwerkskammer Karlsruhe zusammen. Solch eine Kooperation zwischen der Wirtschaftsförderung einer Kommune und einer Handwerkskammer ist einmalig in Deutschland. Das Konzept überzeugte auch die Landesregierung: dieses Projekt wird nun drei Jahre lang mit Mitteln aus dem EFRE-Programm der Europäischen Union fördert. „Die Stadt Karlsruhe und die TechnologieRegion profitieren von einem innovativen Handwerk und einer gemeinsamen Strategie der Kooperationspartner zum Knowhow-Transfer und einer abgestimmten Wirtschaftsförderung für zukunftssichere Arbeitsplätze und Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger", sagt Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz bei einem gemeinsamen Pressetermin über die Beweggründe und die Bedeutung der Kooperation. Diese kann auch Modell sein für die insgesamt acht Regionen Baden-Württembergs, die in dem Programm des Wirtschaftsministeriums in enger Abstimmung landesweit zusammenarbeiten.

 

Für Handwerkskammer Präsident Joachim Wohlfeil ist die Kooperation von essentieller Bedeutung: “Gerade kleinere Unternehmen haben Schwierigkeiten, Kontakte zu Hochschulen und Universitäten aufzubauen. Der Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz ist in den letzten Jahren gesunken, eine Entwicklung, die für das High-Tech Musterländle Baden- Württemberg“ ungut ist.“

 

Die Fördermittel des neuen Projektes ermöglichen die Schaffung einer Vollzeitstelle für Technologietransfermanagement, die sich Wirtschaftsförderung und Handwerkskammer je zur Hälfte teilen. „Die Wirtschaftsförderung und die angebundenen Netzwerke aus den Bereichen Informationstechnologie, Energie, Mobilität und Kreativwirtschaft verstärken mit dem Technologietransfermanagement ihre Dienstleistungen für Handwerksunternehmen und sorgen damit für einen Wettbewerbsvorsprung der Betriebe und des Wirtschaftsstandorts", betont Michael Kaiser, Leiter der Wirtschaftsförderung. Konkret geht es darum, den Technologietransfer so zu fördern und zu begleiten, dass in den Betrieben daraus neue Produkte und Dienstleistungen entstehen. Die Technologietransfermanager sind dabei das Bindeglied einerseits zwischen Hochschule, Forschung und den Unternehmen und andererseits zwischen den Unternehmen selbst. Sie informieren über neueste Technologietrends, organisieren Veranstaltungen, beraten und besuchen Betrieben, stellen den Kontakt zwischen den Beteiligten her, bilden Netzwerke und kümmern sich um die nötige Außendarstellung.

Dazu gehört unter anderem die Einbeziehung von Handwerksbetrieben in technologische Modellprojekte der Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen und konkreten ersten Projekten. Meilensteine sind dabei Veranstaltungen auch gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg und die Präsenz auf regionalen Messen oder Plattformen.

 

Für die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Karlsruhe ist die Schaffung der neuen Stelle eine sinnvolle Ergänzung des bisherigen Dienstleistungsangebotes der Kammer für ihre knapp 19.000 Mitgliedsbetriebe. „Mit dem Technologietransfermanager erweitern wir die bereits bestehenden Kontakte zu den Hochschulen in Karlsruhe und Pforzheim. Die Schnittstelle von Forschung und Anwendung zu optimieren, schafft einen Mehrwert für unsere Betriebe und die Menschen in der Region“, so Brigitte Dorwarth-Walter.

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