Erster Teil des Werkstattcamps ein voller Erfolg
Mehr als 130 Schüler lernen Berufe im Handwerk hautnah kennen
„Das Werkstattcamp macht total viel Spaß, es ist die optimale Vorbereitung auf
mein Praktikum im nächsten Schuljahr!“ Der 13jährige Florian ist begeistert.
Gerade hat er in der Kfz-Werkstatt in einem der größten Ausbildungszentren der
Region – der Bildungsakademie der Handwerkskammer Karlsruhe – mit seinen
Freunden einen Motor auseinandergebaut. Nebenan lernt die 14jährige Patricia das
Malerhandwerk kennen: „Die Arbeit hier ermöglicht mir neue Erkenntnisse und
hilft mir auf jeden Fall bei meiner Berufswahl weiter.“
Und genau das
ist das Ziel dieses Projekts, das aus Mitteln der Europäischen Union und des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird: Berufsorientierung
vermitteln, den Jugendlichen Zukunftsperspektiven aufzeigen und Berufe im
Handwerk fachpraktisch vorstellen. Dass die 135 Siebt- und Achtklässler eine
Menge Spaß an der Arbeit haben ist nicht zu übersehen.
Berufevielfalt
entdecken
Es ist aber auch für jeden etwas dabei im Camp: Für die
technisch Interessierten der Beruf des Informationselektronikers, für die
Kreativen die Raumausstatter, für die Feinschmecker der Bäcker und vieles mehr.
Aus 15 Berufen durften sich die Jugendlichen drei Berufe auswählen, um diese
näher kennenzulernen. In der ersten Woche des Werkstattcamps in der letzten
Sommerferienwoche standen die ersten beiden auf dem Plan, der dritte folgt im
zweiten Teil, der in den Herbstferien stattfinden wird.
Dass die
Jugendlichen ihre Ferien opfern spricht bereits für die große Akzeptanz der
Veranstaltung für die Zukunftsplanung, doch einige nahmen noch mehr in Kauf: Der
15jährige Fabian aus Kuppenheim beispielsweise musste jeden Tag um 4 Uhr früh
aufstehen, um rechtzeitig ins Camp zu kommen! Doch das war es ihm wert, viel
mehr noch: „Es ist ein gutes Training für meinen zukünftigen Beruf – ich möchte
unbedingt Bäcker werden!“
Er ist nicht der einzige, der in dieser
interessanten und lehrreichen Woche seinen Traumberuf gefunden hat. Doch auch
für andere wichtige Erkenntnisse war das Camp hilfreich: „Metallbauer – das ist
nichts für mich!“ seufzt der 14jährige Benjamin, „der Beruf des
Informationselektronikers hat mir jedoch gut gefallen. Gleich morgen werde ich
mich um ein Praktikum bemühen!“
Ergebnisse lassen sich sehen
Davon, dass das Werkstattcamp Früchte getragen hat, konnten sich die Eltern am
Ende der Woche selbst überzeugen: In einer bunten Abschlussveranstaltung
präsentierten die stolzen Nachwuchshandwerker ihre Ergebnisse – denn in jedem
Beruf wurde etwas hergestellt, das die Jugendlichen im Anschluss mit nach Hause
nehmen durften. Uns so zeigten sich die Erwachsenen erstaunt über die
kunstvollen Vogelhäuschchen und Sitzkissen, die professionellen Visitenkarten
und Sahnetorten und die technisch hochwertigen Schaltungen und Wasserkreisläufe
ihrer Kinder. „Kaum zu glauben, dass das tatsächlich meine Tochter gemacht hat!“
war da von einer Mutter zu hören, während sich eine andere von ihrem Sohn das
Lackieren von Autotüren erklären ließ.
„Die Jugendlichen haben sehr viel
gelernt in der ersten Woche des Werkstattcamps“ so die Vertreter der Schulämter.
Und der eine oder andere hat sogar einen Beruf gefunden, der zu ihm passt – ein
Erfolg auf der ganzen Linie! Und so ist es kein Wunder, dass die
Verantwortlichen bei der Handwerkskammer Karlsruhe auch für das Jahr 2010 die
Realisierung einer Neuauflage des Werkstattcamps für Schüler ins Auge fassen.
Weitere Informationen
finden Sie auf der Programmbeschreibung
des Werkstattcamps
Bildersammlung des Werkstattcamps in der
Bildungsakademie Handwerkskammer Karlsruhe
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