9 Gründungsschritte
Schritt für Schritt in die berufliche Selbständigkeit. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen die wichtigsten Stationen auf dem Weg zu Ihrem Unternehmen.
1. Betriebsberatung der Handwerkskammer
Nutzen Sie die Möglichkeit der kostenlosen Beratung durch die Experten Ihrer Handwerkskammer. Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gerne einzeln oder in Gruppen.
2. Arbeiten Sie Ihre Geschäftsidee aus
- Prüfen Sie ob Sie für Ihre Geschäftsidee die notwendigen fachlichen und persönlichen Voraussetzungen besitzen. Denn die Basis für eine erfolgreiche Gründung im Handwerk ist neben der handwerksrechtlichen Voraussetzungen auch ausreichende Branchenkenntnis.
- Definieren Sie Ihr zukünftiges Leistungsangebot, Kundengruppe und Mitbewerber.
- Welchen Zusatznutzen können Sie Ihren Kunden bieten?
- Wie erreichen Sie Ihre Kunden, welche Werbemaßnahmen wollen Sie ergreifen?
- Welche Risiken und Chancen hat Ihr Vorhaben?
- Wie hoch ist der Kapitalbedarf und wie werden Sie diesen decken?
- Es ist notwendig einzuschätzen, ob die Einnahmen aus Ihrer beruflichen Selbständigkeit alle betrieblichen und privaten Kosten decken werden (Rentabilitätsvorschau).
- Stellen Sie fest, welche fachlichen und kaufmännischen Kenntnisse Sie besitzen.
- Nutzen Sie die verschiedenen Gründertests, zum Beispiel im BMWi-Existenzgründungsportal.
- Sprechen Sie auch mit Ihrer Familie. Sie muss Ihr Vorhaben unterstützen.
3. Betriebsübernahme alternativ zur Neugründung?
Prüfen Sie ob für Ihre Geschäftsidee die Übernahme eines bestehenden Betriebes eine Alternative zur Neugründung darstellt. Informationen finden Sie auf der Betriebsbörse der Handwerks- kammer Karlsruhe oder wenden Sie sich an unseren Nachfolgemoderator, Matthias Hermsdorf.
4. Kalkulieren Sie Ihr Gründungskapital
Je nach Vorhaben müssen Investitionen in Büroausstattung, Umbauten aber auch Material oder eine Mietkaution usw. finanziert werden:
- Wie hoch ist der Kapitalbedarf, wie werden Sie diesen decken?
- Welche laufenden Kosten kommen auf Sie zu?
- Berücksichtigen Sie auch Ihre monatlichen Lebenshaltungskosten.
5. Ermitteln Sie alle in Frage kommenden Finanzquellen
Wie viel Eigenkapital können Sie in Ihr Gründungsvorhaben investieren? Wer könnte Ihnen privat Geld leihen? Eventuell könnte sich ein Gesellschafter an Ihrem Unternehmen beteiligen?
Informieren Sie sich über die Kreditkonditionen der Banken und Sparkassen. Berücksichtigen Sie in jedem Fall auch die Förderprogramme für Existenzgründer, die vom Bund und den Bundesländern zur Verfügung gestellt werden.
6. Erkundigen Sie sich über Ihre steuerlichen Pflichten
Stellen Sie sich von Anfang an auf Ihre Pflichten gegenüber dem Finanzamt ein. Lassen Sie sich einen Steuerberater empfehlen, der Sie über Ihre steuerlichen Pflichten, die notwendige Buchführung und die Art des Jahresabschlusses berät.
7. Denken Sie an die persönliche und betriebliche Absicherung
Für beruflich Selbständige gibt es verschiedene Möglichkeiten, um für Arbeitslosigkeit, Alter, Krankheit und Unfall vorzusorgen. Informieren Sie auf jeden Fall Ihre Krankenversicherung über Ihre Pläne. Unter bestimmten Umständen können Sie bei der Agentur für Arbeit eine Arbeitslosenversicherung für Selbständige abschließen. Zu Fragen der Altersvorsorge erkundigen Sie sich beispielsweise bei der Deutschen Rentenversicherung, der Verbraucherzentrale Ihres Bundeslandes und der Stiftung Warentest. Denken Sie auch an die Risikovorsorge im Unternehmen. Kümmern Sie sich um ausreichende und geeignete Versicherungen für Ihr Unternehmen. Dadurch erleben Sie im Ernstfall kein böses Erwachen.
8. Erledigen Sie alle notwendigen Formalitäten
Erkundigen Sie sich bei Ihrer Handwerkskammer, welche Formalitäten Sie erledigen müssen, um Ihr Unternehmen zu starten.
Nutzen Sie auch das Angebot der Handwerkskammer im Starter Center, um die Gründungsformalitäten zu erledigen. Die Formulare können Sie auch bequem vom heimischen PC ausfüllen.
9. Lassen Sie sich auch nach dem Start in die berufliche Selbständigkeit beraten
Nach dem Unternehmensstart kommen neue Aufgaben auf Sie zu. Nutzen Sie auch weiterhin geeignete Informations- und Beratungsangebote. Vermeiden Sie Informationsdefizite – Sie können schnell dazu führen, dass das Unternehmen in eine Schieflage gerät.